Bauen im Bestand – der Stephanus Weg schafft Verbindung

Die Stephanus-Stiftung ist Bauherr

Mit dem Erwerb des Verbindungsgrundstücks zur Pistoriusstraße entsteht für die seit
1878 in Weissensee ansässige Stephanus-Stiftung eine weitere – künftig als
Hauptzugang vorgesehene – Erschließung in südöstlicher Richtung.
Das neue, unregelmäßig aus ursprünglich nicht zusammengehörigen Teilparzellen
zusammengesetzte Areal umfasst mehrere Gewerbebauten der frühen 20er Jahre, die
charakteristisch für die gemischte, historisch gewachsene Siedlungsstruktur des Stadtteils
sind und in ihrer äußeren Gestalt den Bestimmungen der „Verordnung über die Erhaltung
baulicher Anlagen und der städtebaulichen Eigenart des Gebietes Weissensee-Süd“
unterliegen.

Die Multiplan gewinnt den Ideenwettbewerb mit der Entwicklung des Stephanus-Wegs

Der vorliegende Vorentwurf geht zurück auf einen durch den Bauherrn ausgelobten
Ideenwettbewerb, in dem sich das Büro Multiplan Bauplanungs GmbH mit dem Konzept
einer halböffentlichen Passage mit achsialem Bezug zur zentralen Friedenskirche auf
dem Stiftungsgeländes durchgesetzt hat.
Das vorgegebene Raumprogramm mit Café, Büroetagen sowie Werkstätten wird dabei
überwiegend innerhalb des heterogen zusammengesetzten Bestands-Ensembles
untergebracht. Anstelle von untergeordneten Funktionsbauten aus der Nachkriegszeit,
deren Abriss bereits genehmigt ist, entstehen ergänzend zwei ein, bzw. dreigeschossige
Neubauten, die in der Außenwirkung zurücktreten.

Die zentralen Bestandsgebäude setzen sich zusammen aus einer um 1924 entstandenen,
ehem. Drahtfabrik und zwei, sich mit niedrigeren Pultdächern an deren Brandwand
anlehnenden Nebengebäuden, die ursprünglich Teil eines auf dem Nachbargrundstück
5A angesiedelten Fuhrbetriebs waren.
Ausgehend von den Geschosshöhen der Fabriketagen organisiert sich das durch die
Stephanus-Stiftung vorgegebene Raumgramm mit Café, Büroetagen und Werkstätten auf
barrierefrei durchlaufenden Ebenen.

Wesentliche Entwurfskomponente ist der transparent durchlaufende, die Kubatur der
Nebengebäude auf Parzelle 453 (Haus 5/6) öffnende Stephanus-Weg. Um ihn herum sind
im Erdgeschoss ein Café, Bürodienstleistungen und Werkstätten geplant, die offenen
Büro- und Besprechungszonen der Obergeschosse öffnen sich über verglaste Galerien.

Fertigstellung: 2019


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